Beistandsarbeit - Mit den Augen der Kinder sehen

Die Beistandsarbeit der Pflegeelternschule
wird gefördert von dieGesellschafter.de
Der Beistand vertritt die Interessen des Pflegekindes (Artikel 1,2 u. 6 GG). Dies geschieht im Rahmen des § 13 SGB X (bei Behördengesprächen) sowie des § 13 FamFG (bei Gerichtsverhandlungen). Generell steht der Beistand beratend und unterstützend der Pflegefamilie zur Seite.
Im Vorfeld der Unterbringung werden Pflegeeltern in der Regel auf die Aufnahme eines Kindes vorbereitet. Auch in der Unterbringungsphase erhalten sie meist noch die erforderliche Hilfe. Das Gefühl, allein gelassen zu werden, stellt sich erst nach der Unterbringung des Kindes ein. Für die Pflegefamilie ist jedoch die Zeit nach der Aufnahme des Kindes die schwierigste Phase. Das Kind ist zunächst fremd. Sein Verhalten ist schwer zu verstehen.Hier ist es wichtig, dass ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen dem zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes und der Pflegefamilie vorhanden ist. Die Pflegefamilie muss jedoch nicht selten feststellen, dass der Mitarbeiter des Amtes, mit dem sie bisher Kontakt hatten, für die weitere Betreuung nicht mehr zuständig ist. Hier treten oft gravierende Schwierigkeiten auf, die Hilfe von außen erforderlich macht. Der Beistand kann bei auftretenden Schwierigkeiten eine wichtige Hilfe sein.
Qualitätsstandards der Beistandsarbeit
Die Praxisbegleitung
Die Praxisbegleitung ist Teil der Ausbildung und ein wichtiger Bestandteil der Qualifizierung des Beistandes. Jeder Beistand ist in die Praxisbegleitung durch eine erfahrene Fachkraft der Pflegeelternschule eingebunden. Der Beistand ist bereit zur Beistandsarbeit innerhalb der Pflegeelternschule.
Verschiedene Fachrichtungen (Medizin, Psychologie und Sozialpädagogik) sind in der Pflegeelternschule Baden-Württemberg e.V. vertreten und jeweils Ansprechpartner für die Beistände. Praxisbegleitung und Unterstützung finden die Beistände auch in ihren Regionalgruppen. Diese Treffen finden mindestens halbjährlich statt und sind als fachliche Anregung für den einzelnen Beistand zu sehen. Der Beistand nimmt in der Regel teil. Alle Beistände und Fachkräfte der Pflegeelternschule treffen sich gemeinsam einmal im Jahr zum Austausch und zur Fortbildung. Der Beistand nimmt in der Regel teil.
Vernetzung durch die Regionalgruppen
Eine Vernetzung geschieht durch regionale Gruppen, aufgeteilt in Regio-Gruppe Süd, West und Ost. In den einzelnen Gruppen werden spezifische Probleme aus der Region diskutiert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Gegenseitige Unterstützung, Austausch und Vernetzung sind wichtige Stützen in der Arbeit der Beistände.
Statistik
Es wird regelmäßig eine Statistik erstellt. Aus diesem jährlich gefertigten Tätigkeitsbericht sind u.a. Fallzahlen und die geleisteten ehrenamtlichen Stunden ersichtlich.


